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Den Knoten durchschlagen

Nachdem Inhalte des vom Oberbürgermeister beauftragten Gutachten zum AKS bekannt geworden sind, fordern Stadträte Bewegung in der Sache. "Das vorgelegte Gutachten kann nur eine Gesprächsgrundlage für weitere Verhandlungen mit allen Beteiligten sein", sagt Michael Mohr, Vorsitzender der linken Stadtratsfraktion.

"Der Oberbürgermeister muss nun mit dem Landkreis und dem Verein an einen Tisch, um die Studie auszuwerten und weitere Schritte zu besprechen", ergänzt Georg Müller, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. Man müsse jeden Stein umdrehen, um zu prüfen was für den Spielbetrieb in der Regionalliga tatsächlich nötig sei.

"Hier erwarten wir vom Oberbürgermeister und allen anderen Beteiligten den echten Willen, die Aufgabe zu lösen und Kompromisse zu finden", so Mohr weiter. Dazu gehöre auch, dass die Stadtverwaltung prüfe, welche Auflagen für eine mögliche Erweiterung zur 3. Liga tatsächlich zu erwarten sind. "Bisher hören wir nur, was "schwierig" werden könnte, ohne dass das konkret untersetzt wird", unterstreicht Müller. Die Stadtverwaltung habe die Fachleute im Haus, um solche Fragen zu prüfen, heisst es weiter.

Für Irritation sorgt die Beauftragung der Studie bei den Stadträten. "Weder waren wir über die Beauftragung informiert, noch wurde die Aufgabenstellung mit uns abgestimmt. Wir erwarten bei diesem Projekt mehr Transparenz der Verwaltung", sagt Michael Mohr. Georg Müller unterstreicht: "Mit seinem Beschluss zum AKS hat der Stadtrat seinen Willen bekundet, dieses Projekt im Sinne des Sportes zu unterstützen und zu begleiten. Der Oberbürgermeister begreift den Stadtrat jedoch scheinbar als Störfaktor." Die Politik der Abschottung müsse ein Ende finden, fordern beide.

Gleichermaßen verwundert zeigen sich die Stadträte über die Auftragssumme. "Sollten die Berichte über eine Auftragssumme von wahrscheinlich 40.000 € korrekt sein, hat der Oberbürgermeister seine Kompetenzen weit überschritten. Hierzu muss er Rechenschaft vor dem Stadtrat ablegen", sagt Georg Müller. "Wenn der Oberbürgermeister eine solche Beauftragung ohne Beteiligung des Hauptausschusses ausgelöst hat, wäre das eine grobe Missachtung des Stadtrates und muss Konsequenzen haben", fordert Mohr. Die beiden Stadträte haben daher dem Oberbürgermeister weitere Fragen zur Beauftragung der Studie übermittelt und erwarten bis Ende der Woche entsprechende Antworten. Außerdem baten Sie die Kommunalaufsicht um Überprüfung des Vorganges.