4. September 2017

Mohr und Ramelow auf Tour durch Nordhausen

Am vergangenen Sonntagnachmittag bereiste Michael Mohr, Oberbürgermeisterkandidat der LINKE.Nordhausen, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Thüringer und Nordhäuser Linken die Stadt Nordhausen. Doch nicht per Fuß oder Privat-PKW ging es auf die Rundreise, sondern mit einem alten Ikarus-Bus. Gestellt und betrieben wurde dieser vom Verein Straßenbahnfreunde Nordhausen, bei denen zeitgleich auch die erste Station des Nachmittags stattfand. „Wir müssen wieder mehr Leute auf die Schienen bekommen. Straßenbahn- und Busfahren muss schick gemacht werden, damit wieder mehr Menschen unser gutes ÖPNV-Netz auch nutzen", erklärt Michael Mohr in einer kleinen Diskussionsrunde am Straßenbahndepot. „In den letzten Jahren wurde immer nur darüber diskutiert, wo wir bei der Straßenbahn noch einsparen können. Diese Diskussion müssen wir wieder umdrehen und auch andere Tarifmöglichkeiten, wie etwa ein Bürgerticket, mit einbeziehen", so Mohr weiter. Dabei dürften sich auch alternative Modelle wie das Car-Sharing und ÖPNV nicht ausschließen, sondern müssen sich ergänzen. „Wenn wir die Attraktivität wieder gesteigert haben, dann muss man logischerweise auch über einen Ausbau des Netzes, etwa Richtung Hochschule und Hauptfriedhof nachdenken", wagt der Fraktionsvorsitzende im Nordhäuser Stadtrat einen Blick in die Zukunft.

Im weiteren Verlauf des Tages waren auch Mario Eisenach, Betriebsratsvorsitzender von Feuer Powertrain, Andreas Meyer und Klaus Gorges vom Kreissportbund, Olaf Salomon von der Verkehrswacht Nordhausen sowie Daniel Klajner, Intendant des Nordhäuser Theaters weitere Gesprächspartner. Gerade im Gespräch mit dem Kreissportbund wurde auch noch einmal die Bedeutung des Ehrenamts unterstrichen. „Ehrenamtliche gehören in ihrer Tätigkeit gestärkt und das können wir auch hier schon im Kleinen möglich machen, indem wir ihnen beispielsweise ermöglichen, den ÖPNV kostenfrei zu nutzen", schlägt Mohr vor.

Auch ein Umdenken in der Automobilbranche fände Michael Mohr wünschenswert. „Auch in Nordhausen hängen viele Arbeitsplätze, allein etwa 700 bei Feuer Powertrain, an der klassischen Automobilindustrie. Die Wende zur E-Mobility muss langfristig und gemeinsam mit Unternehmen sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auch hier vor Ort gestaltet werden“, fordert der OB-Kandidat.

„Ich bin immer wieder begeistert von dieser Region, deswegen bin ich auch so oft hier. Auch in der Vergangenheit haben wir schon Prozesse in Nordhausen positiv begleitet. Heute hatte ich die Gelegenheit mich mit Michael Mohr, einem starken Kommunalpolitiker, noch einmal auszutauschen und habe durch die vielen Gespräche auch wichtige Impulse mitnehmen können", resümiert Bodo Ramelow, der als Vertreter der Thüringer Linken ebenfalls an der Rundreise teilnahm, den Nachmittag.

„Es war ein Nachmittag, der viele Einblicke gewährt hat. Die Menschen hier vor Ort wissen sehr genau, was gut läuft und wo Probleme sind und haben dafür auch oftmals schon passende Lösungsvorschläge parat. Man muss ihnen eben nur zuhören und mit ihnen ins Gespräch kommen. Ich bin daher Michael Mohr für die Organisation dieser Rundfahrt sehr dankbar“, stimmt auch Birgit Keller, Mitglied der Nordhäuser Linken in den Tenor mit ein.