Die Zukunft des Lernens - Schulreformen in Deutschland

Schüler im Klassenzimmer


Mit dem Thema Schule werden inzwischen Wahlen gewonnen oder verloren. Dahinter verbirgt sich eine neue Macht für Schulentwicklung: bildungsorientierte Eltern.

Da gibt es Mütter und Väter, die sich für das Modell der Gemeinschaftsschule starkmachen, also längeres gemeinsames Lernen bevorzugen. Andere starten Bürgerbegehren, um dafür zu sorgen, dass ihr Nachwuchs nicht mit den "Bildungsschmuddelkindern" lernen muss.

Ebenso wie manche Eltern allein ihr eigenes Kind sehen, schaut die Bildungsbürokratie nur auf die jeweiligen Landeskinder und zwingt den Bildungsdampfer - abhängig von der politischen Machtkonstellation - hin- und herzumanövrieren.

Es gibt bundesweit Schulreformen und einige davon verdienen den Namen nicht, sind allenfalls Reaktionen auf den demografischen Wandel. Doch es bewegt sich was, Schulen öffnen sich für neue Formen des Lernens. Eine Bestandsaufnahme zu Schuljahresbeginn.

Die Sendung auf Deutschlandradio Kultur nachhören.

Material zu diesem Thema:

  • Bildungsbericht 2010 [Link]
  • Lokale Bildungslandschaften [Link]
  • Bundestag Bildungsdebatte  [Link]

Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen 30.08.2010, 19.30 Uhr, von Barbara Leitner

Der Krieg hinter dem Krieg - Wer steht wofür in Afghanistan?

Deutsche ISAF-Soldaten in Afghanistan


Kurz vor der Parlamentswahl in Afghanistan hat die Gewalt das Land weiter fest im Griff. Hinweise in den US-Armeeprotokollen auf ein Doppelspiel afghanischer Verbündeter stellen das Bild vom Kampf der Regierung gegen Aufständische in Frage.

Um die Rolle der Paschtunen zu verstehen, muss man sich die ethnische Zusammensetzung Afghanistans vor Augen führen. Die Mehrheit der afghanischen Bevölkerung bilden die Paschtunen. Nur im Norden leben überwiegend Usbeken und Tadschiken, zu denen auch Gouverneur Atta gehört. Aus ihnen formierte sich die wichtigste Streitmacht gegen die Taliban, die Nordallianz. Mit ihrer Hilfe eroberte die US-Armee Ende 2001 Afghanistan. Auf ihren Gewehren ruht das neue afghanische System. Um der Mehrheitsbevölkerung entgegenzukommen, setzten die neuen Herren sozusagen einen Alibi-Paschtunen, Hamid Karzai, auf den Präsidentensessel. Die Macht an ihn abgeben wollten sie aber nie.

Nach Informationen aus dem US-Geheimreport witterten Ende 2006 die wichtigsten Nordallianz-Warlords eine Chance, die Macht im Staat an sich zu reißen. Sie wollten nicht nur den Paschtunen Karzai absetzen, sondern auch zum Heiligen Krieg gegen ihre Gönner, die Ausländer, die ISAF aufrufen...

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Deutschlandradio Kultur, Weltzeit 25.08.2010, 18.07 Uhr, von Marc Thörner

Vom neuen Profitstreben in der Sozialarbeit

Aufgetürmte Geldmünzen


Der Maserati des Geschäftsführers der Berliner Treberhilfe machte bundesweit Schlagzeilen. Mittlerweile tauchen in den Medien immer mehr Beispiele dubioser Sozialfirmen auf, zumeist gemeinnützige GmbHs. Für die Anbieter eröffnen sich viele Chancen, besonders lukrative Strukturen aufzubauen.

Die GmbH erlaubt viele Möglichkeiten Gewinne herauszuziehen - trotz Gemeinnützigkeit. Für Stefan Thyroke, Berliner ver.di-Betreuungssekretär für die Branche, ist der Bereich der freien Träger ein "Sumpfgebiet", in dem Fälle von Filz und Korruption fast alltäglich seien.

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Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen 23.08.2010, 19.30 Uhr, von Peter Kessen

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Schriftreihe Rosa-Lux-Stiftung

Zur Sau gemacht

SchweineEs sollte eine Geschichte über Europas größte Ferkelzuchtanlage in Alt Tellin werden. Aber bald ging es gar nicht mehr um die Tiere. Sondern um seltsame Rechnungen, erstaunliche Subventionen. Und um die Frage, wer eigentlich etwas davon hat, wenn eine Region zur Sau gemacht wird. [pdf]

brand eins 08/2010